Risi: Verwirrende Suche nach neuem Partner

Posted by admin on Apr 27th, 2010
2010
Apr 27

Stuttgart – Die Favoriten gaben zum Auftakt des 17.Stuttgarter Sechstagerennens in der Schleyerhalle sofort kräftig Gas: Vor 8000 Zuschauern sicherten sich die Italiener Adriano Baffi und Marco Villa den Sieg in der ersten Jagd, rundengleich folgten Andreas Kappes (Köln) und Silvio Martinello (Italien) auf dem zweiten Platz.

Das Rennen hatte noch gar nicht begonnen, als es für Bruno Risi schon kräftig rund ging: Der Publikumsliebling aus der Schweiz wusste wenige Stunden vor dem Start nicht, mit wem er fahren würde. Nach dem Ausfall seines Standardpartners Kurt Betschart, der sich am vergangenen Sonntag bei einem Sturz während der Bremer Sixdays einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte, war ihm der Italiener Andrea Collinelli zugeordnet worden. Als Risi in Bremen die letzten Runden mit Gerd Dörich (Sindelfingen) absolvieren musste, hatte er plötzlich eine Idee: ¸¸Warum sollen Gerd und ich in Stuttgart nicht das gesamte Rennen zusammen bestreiten?”

Bei Veranstalter Winfried Holtmann rannte Risi mit seinem Vorstoß offene Türen ein: Der Veranstalter hofft seit langem, dass dem 31-jährigen Lokalmatador in der Schleyerhalle der Durchbruch in die Spitze gelingt. Am frühen Nachmittag war Risi deshalb sicher, dass er einen neuen Partner gefunden hätte – aber dann trat Holtmann wieder auf den Plan: ¸¸Für Dörich wäre es schön gewesen, wenn er mit Risi gefahren wäre. Wir haben aber Verpflichtungen gegenüber unseren Sponsoren: Im Vertrag mit einem wichtigen Geldgeber steht, dass Dörich mit Erik Weispfennig fahren soll.”

Risi musste sich damit kurzfristig wieder umstellen. Ein kleiner Trost: Auch mit Collinelli gehört er zum Kreis der Favoriten. Der 31-jährige Weltmeister im Punktefahren weiß aber, dass es Startschwierigkeiten geben dürfte: ¸¸Beim Wechsel auf der Bahn müssen wir uns noch aneinander gewöhnen.” Mit seinem Landsmann Kurt Betschart hatte sich Risi blind verstanden, in knapp 90 Sechstagerennen feierte das Duo 25 Siege. Betschart verfolgte den Auftakt mit traurigen Augen, nach drei Stunden verabschiedete er sich aus der Halle: ¸¸Es tut weh, wenn man nicht mitfahren darf.” Die Saison ist für ihn vorzeitig beendet – in Stuttgart ist ihm damit eine Startgage in Höhe von rund 40000 Mark entgangen.

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